Mehr als ein Trend – nachhaltig heiraten

Der Trend, bei der Hochzeit auf Nachhaltigkeit zu setzen wird immer größer. Mittlerweile weiß wohl jedes Kind, dass bei jeglichem Konsum, der Fußabdruck, den wir auf der Erde hinterlassen, stets beachtet werden sollte. Und das gilt natürlich auch für den einen großen Tag im Leben, die Hochzeit. Menschen, die sich beruflich oder privat dafür engagieren, dass unsere Ökosysteme und Umwelt gut behandelt werden, die möchten auch bei ihren Hochzeitsfeierlichkeiten die eigenen Normen und Werte nicht über Bord werfen.

Dies bedeutet, das keine Unmengen an unnötigen Müll erzeugt werden sollte, der Ausstoß von CO2 begrenzt werden sollte und Unternehmen gewählt werden sollten, die selbst auf lokales und ökologisches Wirtschaften achten. Es gibt eine ganze Reihe an Ideen, die für eine nachhaltige Hochzeit sorgen können, einige davon haben wir euch im Folgenden zusammengefasst.

Nachhaltig heiraten – modern und ökologisch wertvoll heiraten

Auf den ersten Blick ist eine nachhaltige Hochzeit gar nicht so stark von einer herkömmlichen Hochzeit zu unterscheiden. Außerdem trifft eine ökologische Hochzeit absolut den Trend der heutigen Zeit. Die Umwelt kann geschützt werden, auch wenn eine tolle Hochzeitsfeier ansteht, mit wundervollen Flitterwochen und mindestens genauso schönen und tollen Kleidern. 

Die Outfitfrage – Dresscode Nachhaltigkeit

Wenn sich die Frage nach dem Anzug des Bräutigams oder dem Kleid der Braut stellt um darin nachhaltig heiraten zu können, dann sollte dabei auf lokal ansässige Labels und Schneidereien gesetzt werden. In einem persönlich stattfindendem Gespräch mit den Designern könnt ihr klären, ob die verwendeten Stoffe tatsächlich unter anständigen Bedingungen hergestellt wurden. Bei der Schuhfrage sollte auf lederfreie beziehungsweise vegane Optionen zurückgegriffen werden. Sollte es lokal keinen Anbieter dafür geben, sind diese Schuhe online in einem großen Angebot zu finden. 

Besonders die Braut kann mit ihrem Kleid auf Nachhaltigkeit setzen, indem sie sich für ein Kleid entscheidet, das sie auch nach der Hochzeitsfeier noch tragen wird. Dafür eignen sich hervorragend beispielsweise die sogenannten Two-Pieces, bei denen das Oberteil und der Rock unabhängig voneinander kombiniert werden kann. Doch auch Kleider in den Farben Rot, Rosa, oder Grau können auch bei dem ein oder anderen Partyabend noch einmal aus dem Schrank geholt werden.

Vielleicht wird das Brautpaar was die Outfitfrage betrifft aber auch in Kleiderschränken der Verwandtschaft fündig. Eventuell hat die Tante oder die Mutter noch ein tolles Kleid im Schrank – Vintage liegt gerade sowieso total im Trend. Bei der Anpassung der richtigen Größe kann hier ganz einfach eine ortsansässige Schneiderei helfen. Und, wenn im persönlichen Umfeld nichts passendes gefunden werden kann, gibt es auch die Möglichkeit, ein echtes Haute Couture Designer Kleid auszuleihen. Dies ist übrigens auch ein toller Tipp für die Brautjungfern oder die Trauzeugen.

Bei der Verpflegung auf ein ökologisches Catering und lokale Produkte setzen

Für das leibliche Wohl sollte ein Caterer gewählt werden, der die lokale Landwirtschaft unterstützt und regionale Produkte bezieht und nur diese verarbeitet. Es gibt auch die Möglichkeit, die Hochzeit direkt auf einem Bio Hof oder einem Hotel zu feiern, dass sich ganz auf lokale Speisen fokussiert. Viele Caterer bieten generell vegane oder vegetarische Menüs für Hochzeiten und legen den Fokus dabei auf Umweltfreundlichkeit. 

Wer sich darum sorgt, dass die Gäste der Hochzeit einem Menü ganz ohne Fleisch eher kritisch gegenüber stehen werden, dann sollte sich Gedanken gemacht werden, wo die Priorität gesetzt wird. Die veganen Gerichte können genauso lecker wie das fleischhaltige Pendant sein. Sogar Hochzeitstorten und Gebäck gibt es mittlerweile in vielen veganen und vegetarischen Ausführungen.

Die Dekoration bei der nachhaltigen Hochzeit

Auch, wenn bei der Hochzeit auf Nachhaltigkeit gesetzt wird, heißt das nicht, dass die Dekoration weniger prunkvoll ausfallen muss. Aktuell ist das Thema Greenery sehr angesagt und passt wie kein zweites zu dieser besonderen Art von Hochzeit. Hier stehen viele Grünpflanzen und Natur pur im Vordergrund der Dekoration. Es sollte darauf geachtet werden, dass alle Dekorationsgegenstände, die für die Hochzeit gekauft werden, danach noch anderweitig verwendbar sind. Eine tolle Idee für die Tischdeko sind hier beispielsweise Pflanzentöpfe aus Terracotta. Eine Topfpflanze eignet sich auch hervorragend als Gastgeschenk, denn durch die Pflanze haben die Gäste noch lange Zeit eine Erinnerung an die schöne Hochzeit von euch.

Auch bei der Wahl des Geschirr sollte immer auf Materialien gesetzt werden, die wieder verwendbar sind. Dies gilt auch für die Stoffe, die für den Tisch verwendet werden, wie beispielsweise Tischdecken und Tischläufer. Diese Stoffe können nach der Hochzeit beispielsweise kreativ vernäht werden. Ein Kissen aus der Tischdecke der Hochzeit ist ein tolles und einzigartiges Erinnerungsstück.

Auch die Flitterwochen können nachhaltig gestaltet werden

Mit der eigentlichen Hochzeitsfeier muss die Nachhaltigkeit nicht enden. Denn es gibt eine Vielzahl an Reiseoptionen, die auch aus dem ökologischen Aspekt sinnvoll sind. Leider gehört eine Traumreise zu den Malediven nicht dazu, denn hier hinterlässt der entstehende Ausstoß von CO2 durch eine so lange Flugreise einen negativen Beigeschmack. Wer bei seiner Hochzeitsreise auf das Flugzeug nicht verzichten will, der sollte sich dennoch eher für ein Ziel entscheiden, das wenigstens in Europa liegt. Am besten ist natürlich die Entscheidung für ein Ziel, das mit dem Zug erreicht werden kann. In Deutschland und dem europäischen Ausland gibt es ebenfalls ein großes Angebot an sogenannten Bio Hotels, die für nachhaltige Flitterwochen natürlich geradezu prädestiniert sind.

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